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GFT kaufen 15.04.2002
LB Baden-Württemberg
Mirko Maier und Gerold Deppisch, Analysten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), bewerten die GFT-Aktie (WKN 580060) mit "kaufen".
Die GFT Technologies AG sei seit der Übernahme der Deutschen Bank-Tochter emagine einer der führenden Web-Dienstleister für integrierte IT-Beratung und Systemintegration in Europa. Das Unternehmen habe zum 31.12.01 rund 1.330 Mitarbeiter beschäftigt.
Gegenüber dem Vorjahr habe der Umsatz akquisitionsbedingt um 71% auf 147,9 Mio. Euro gesteigert werden können. Das reduzierte Umsatzziel von 144 Mio. Euro sei damit übertroffen worden. Die "alte" GFT habe hierzu Umsätze von 85,4 Mio. Euro (-1,3%) beigetragen, was im Vergleich zu der bei Wettbewerbern zu beobachtenden Umsatzentwicklung überaus positiv zu werten sei. Die mit der emagine-Gruppe erworbene Freelance Agency habe mit dem erreichten Umsatz von 30,8 Mio. Euro positiv überrascht.
Der Umsatzanteil der Kunden aus dem Finanzdienstleistungsbereich habe 58% und der die Projekte der Deutschen Post enthaltende Logistikbereich 20% betragen. Trotz der mittlerweile verringerten der Umsatzbasis angepassten Mitarbeiterzahl hätten die Personalkosten in 2001 über Gebühr belastet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sei mit minus 3,7 Mio. Euro deutlich ins Negative gerutscht. Positiv zu werten sei hingegen der starke Abbau der Außenstände um 10 Mio. Euro, was zu einem deutlich positiven operativen Cash-flow von knapp 11,0 Mio. Euro geführt habe.
In 2002 werde emagine erstmals für 12 Monate konsolidiert. Das ausgegebene Umsatzziel von 230 Mio. Euro relativiere sich damit auf ein Pro-forma-Wachstum nahe Null. Wie schon in 2001 sollten im laufenden Jahr die strategischen Kooperationen mit der Deutschen Post und der Deutschen Bank die Umsatzentwicklung stabilisieren. Angesichts des unverändert trüben Branchenumfeldes, das sich erst 2003 wieder nachhaltig aufhelle, stünden bei GFT in 2002 Kostensenkungen im Vordergrund.
Zwar solle die aktuelle Mitarbeiterzahl von rund 1.300 beibehalten werden, die in 2001 vollzogene Reduktion um über 230 Mitarbeiter werde sich jedoch in 2002 deutlich positiv auswirken. Auch die Straffung interner Prozesse dürfte zum Erreichen des avisierten EBITDA- und EBIT-Zieles in Höhe von 20,8 Mio. Euro bzw. 9,7 Mio. Euro beitragen. Bei Erreichung der Ertragsziele gehe man von der Aufnahme von Dividendenzahlungen aus.
In 2002 dürften die verstärkten Einspareffekte deutlich positive Effekte zeigen und GFT das Rentabilitätsniveau trotz marginalem operativen Umsatzwachstum deutlich steigern können. Die von GFT avisierten EBITDA- und EBIT-Ziele halte man zwar durchaus für erreichbar, bleibe jedoch knapp unter den Vorgaben des Unternehmens.
Die Analysten der LBBW behalten ihre Kaufen-Einstufung der GFT-Aktie bei.
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